Karlsruhe Palmbach Waldenserweg

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Waldenserweg Palmbach

Eröffnung Waldenserweg mit Einweihung Waldenserdenkmal am neuen Waldenserplatz am 12. und 13. September 2015

Der Waldenserweg Palmbach und das Waldenserdenkmal konnten als Stadtteilprojekt anlässlich des 300. Stadtgeburtstages verwirklicht werden.

Die Gründung von Palmbach und die Ansiedlung der Waldenser sind eng mit der Karlsruher Gründerfamilie des Hauses Baden und der Gründung von Karlsruhe verbunden.

Vierzehn Jahre vor der Gründung von Karlsruhe erhielten die Waldenser von Herzog Eberhard Ludwig von Württemberg, dem Schwager des späteren Karlsruher Stadtgründers Markgraf Carl Wilhelm, die Erlaubnis, sich auf seinem Land auf der Gemarkung von Grünwettersbach anzusiedeln.

Der Waldenserweg erinnert an die Verfolgung der Waldenser, sowie an die Ortsgründung von Palmbach im Jahre 1701. Palmbach ist ein Waldenserort mit noch junger Vergangenheit, die auf dem “Palmbacher Waldenserweg” erkundet werden kann.

Das Karlsruher Künstlerpaar Barbara Jäger und OMI Riesterer hatten im Jahre 2014 den städtischen Wettbewerb mit ihrem Modell “Tor des Ankommens” gewonnen.

Dieser Siegerentwurf wurde nun auf dem neuen Waldenserplatz an der Talstraße verwirklicht.

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Auf den Spuren der Palmbacher Geschichte

Im Jahre 1698 wurden dreitausend Waldenser und Hugenotten wegen ihres reformierten Glaubens aus dem Piemont vertrieben.

Die Pfarrer Henri Arnaud und Jaques Papon führten sie 1699 nach Hessen und Württemberg. Hier fanden sie eine neue Heimat, ein Teil von ihnen in Palmbach.

An 12 Plätzen entlang des Waldenserweges erzählen 24 Schautafeln die Geschichte der Waldenser und die der historischen Stätten und Gebäude des Dorfes.

  • Wer waren die Waldenser?
  • Warum wurden sie verfolgt?
  • Was ist heute noch an historischem Erbe zu entdecken?
  • Wo standen früher wichtige Gebäude?

Dies sind nur einige Fragen, die bei einem Spaziergang durch die Straßen der Ortsmitte an den Informationstafeln beantwortet werden. Hier kann man in die faszinierende Geschichte des Ortes eintauchen.

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Das Waldenserdenkmal

Das Waldenserdenkmal “Tor des Ankommens” wurde von den Künstlern Barbara Jäger und OMI Riesterer entworfen. Das Denkmal hat eine Höhe von 3,00 m und eine Breite von 2,10 m.

Die drei fächerförmigen Strahlen aus Plexiglas, die im Türblatt eingelegt sind, leuchten nach allen Seiten. Das Baumaterial Beton wurde durch die Zugabe von einheimischem Sandsteinsplitt aus einem Grünwettersbacher Steinbruch veredelt. Durch das Sandstrahlen der Oberfläche wird diese Zusammensetzung sichtbar.

Bedeutung: das sich öffnende Tor ist ein Symbol für das Ankommen der Waldenser in ihrer neuen Heimat Palmbach. Mit den drei Strahlen (Wirklichkeit Gottes) und den vier Steinblöcken in der Tür (Wirklichkeit der sichtbaren Schöpfung) geben die Künstler einen Hinweis auf die Symbolzahl Sieben, die sich auch im Waldenserwappen mit den sieben Sternen wiederfindet.

Um das Waldenserwappen herum findet sich die Umschrift “Lux lucet in tenebris”, zu Deutsch: “das Licht leuchtet in der Finsternis”. Auf dieses Motto der Waldenser beziehen sich die drei Strahlen im Denkmal, die Tag und Nacht das Licht durch die Tür leuchten lassen.

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Quelle/Abschrift: Flyer Einladung und Programm zur Eröffnung